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WordPress Website erstellen: Komplette Anleitung 2026

📅 11. Februar 2026 📁 WordPress Hosting ⏱ 10 Min. Lesezeit

Was brauche ich um eine WordPress Website zu erstellen?

Für eine eigene WordPress-Seite brauchst du drei Dinge: einen Domainnamen, ein Hosting-Paket und die WordPress-Software selbst. Das CMS ist kostenlos, läuft auf nahezu jedem Webserver und lässt sich bei den meisten Hostern per 1-Click installieren.

Die technischen Mindestanforderungen sind überschaubar. WordPress selbst benötigt PHP 7.4 oder höher, empfohlen wird allerdings PHP 8.0 oder neuer. Als Datenbank kommt MySQL 8.0 oder MariaDB 10.5 zum Einsatz. Dein Server sollte mindestens 1 GB RAM haben, wobei 2 GB für WooCommerce-Shops ratsam sind. Ein SSL-Zertifikat gehört mittlerweile zum Standard.

PHP 8.0+ (empfohlen 8.2)
🗃
MySQL 8.0 / MariaDB 10.5
📈
Mindestens 1 GB RAM
🔒
SSL-Zertifikat (HTTPS)
42,8 % aller Websites weltweit nutzen WordPress – das entspricht über 835 Millionen Seiten. (Quelle: W3Techs, Februar 2026)

Zur Einordnung: WordPress hält damit einen CMS-Marktanteil von über 62 %. Das nächstgrößere System, Shopify, kommt auf knapp 4,6 %. Als Webentwickler betreue ich seit 2014 über 40 WordPress-Projekte – von einfachen Blogs bis hin zu Onlineshops mit mehreren tausend Produkten. Aus dieser Erfahrung heraus: Die Software selbst ist selten das Problem, entscheidend ist die Wahl des richtigen Hostings.

Was kostet WordPress Hosting in Deutschland?

Shared Hosting gibt es ab 3 Euro pro Monat, Managed WordPress Hosting beginnt bei etwa 15 Euro. Die laufenden Kosten hängen weniger von WordPress ab – die Software ist gratis – als vom gewählten Hosting-Tarif und möglichen Premium-Plugins.

Hosting-Typ Preis / Monat Geeignet für
Shared Hosting 3–10 € Blogs, Portfolio-Seiten, kleine Projekte
Managed WordPress 15–50 € Business-Websites, Online-Shops
VPS / Cloud 20–100 € Hoher Traffic, mehrere Websites

Bei Managed-Anbietern wie Raidboxes startet das günstigste Paket ab 9,99 € monatlich – dafür übernimmt der Hoster Updates, Backups und Sicherheit. Shared Hosting bei All-Inkl oder webgo gibt es schon ab 4,95 €, hier musst du dich allerdings selbst um Wartung kümmern. Achte unbedingt auf den Verlängerungspreis: Viele Hoster locken mit reduzierten Erstjahrespreisen, die sich danach verdoppeln.

78 % der deutschen WordPress-Nutzer geben weniger als 20 € pro Monat für Hosting aus. (Quelle: Umfrage WebhostingVergleich.de, 2025)

Wie installiere ich WordPress Schritt für Schritt?

Die gesamte Einrichtung dauert keine 20 Minuten. Bei den meisten Hostern läuft die WordPress-Installation per 1-Click – ohne FTP-Kenntnisse oder Datenbank-Konfiguration.

1

Domain registrieren

Wähle einen kurzen, merkbaren Domainnamen. Eine .de-Domain kostet 5–12 € pro Jahr, .com-Domains liegen bei 10–15 €.

2

Hosting-Paket buchen

Shared Hosting reicht für den Anfang völlig aus. Wichtig: SSD-Speicher, PHP 8.x und ein kostenloses SSL-Zertifikat sollten enthalten sein.

3

WordPress installieren

Die meisten Hoster bieten einen 1-Click-Installer im Control Panel an. Alternativ: wordpress.org herunterladen und per FTP hochladen.

4

Theme auswählen und anpassen

Unter Design > Themes findest du tausende kostenlose Vorlagen. Leichtgewichtige Themes wie Astra, GeneratePress oder Kadence laden besonders schnell.

5

Erste Inhalte erstellen

Erstelle dein Impressum, die Datenschutzerklärung und die ersten Seiten. Der Block-Editor (Gutenberg) macht das Schreiben intuitiv.

Weltweit entstehen täglich über 500 neue WordPress-Websites. In Deutschland laufen laut W3Techs rund 46 % aller CMS-basierten Seiten auf WordPress.

Welche Plugins brauche ich unbedingt?

Weniger ist mehr. Fünf bis sechs gut ausgewählte Plugins decken SEO, Sicherheit, Performance, Backups und Kontaktformulare ab – mehr braucht eine neue Website im Regelfall nicht.

🔍
SEO: Rank Math oder Yoast SEO
Meta-Titel, Beschreibungen und Sitemaps. Rank Math bietet in der Gratisversion mehr Funktionen als Yoast.
🛡
Sicherheit: Wordfence oder Sucuri
Firewall, Malware-Scanner und Login-Schutz. Blockiert Brute-Force-Angriffe automatisch.
Caching: WP Rocket oder LiteSpeed Cache
Seiten-Caching, CSS/JS-Minimierung und Lazy Loading. LiteSpeed Cache ist kostenlos bei LiteSpeed-Servern.
💾
Backup: UpdraftPlus
Automatische Backups in Cloud-Speicher (Google Drive, Dropbox). Die Gratisversion reicht für die meisten Websites.
Kontaktformular: WPForms Lite oder Contact Form 7
Einfache Formulare per Drag-and-Drop erstellen. WPForms ist anfängerfreundlicher, CF7 flexibler.
Das offizielle WordPress-Repository listet über 60.000 kostenlose Plugins. Zu viele aktive Plugins bremsen die Seite – halte die Zahl unter 15.

Wie schnell muss meine WordPress-Seite laden?

Unter 2 Sekunden auf dem Desktop, unter 3 Sekunden mobil. Das ist kein Luxus, sondern die Erwartung deiner Besucher – und ein handfester Ranking-Faktor bei Google.

Google misst die Nutzererfahrung über die Core Web Vitals. Die drei wichtigsten Metriken: LCP (Largest Contentful Paint, unter 2,5 Sekunden), INP (Interaction to Next Paint, unter 200 ms) und CLS (Cumulative Layout Shift, unter 0,1). Schnelle Ladezeiten verbessern nicht nur das Ranking, sie reduzieren auch die Absprungrate messbar.

53 % der mobilen Nutzer verlassen eine Website, wenn sie länger als 3 Sekunden lädt. (Quelle: Google / Think with Google, 2025)

Die durchschnittliche mobile Ladezeit liegt bei 13,25 Sekunden – weit über dem, was akzeptabel ist. Mit richtigem Caching, komprimierten Bildern im WebP-Format und einem schnellen Hoster mit deutschem Serverstandort sind unter 2 Sekunden realistisch. Aus meiner Erfahrung mit über 40 Projekten sehe ich immer denselben Fehler: zu viele Plugins und ein aufgeblähtes Theme. GeneratePress, Astra oder Kadence laden dagegen in unter 0,5 Sekunden blank.

Sollte ich eine WordPress Website erstellen lassen?

Nur wenn dein Budget über 2.000 Euro liegt und du weder Zeit noch Interesse hast, dich einzuarbeiten. Für die meisten Standardprojekte – Blog, Firmenwebsite, Portfolio – ist WordPress bewusst so gebaut, dass Einsteiger es selbst schaffen.

Agenturen berechnen für eine WordPress-Website typischerweise zwischen 2.000 und 15.000 Euro, bei komplexen Shops oder individuellen Entwicklungen auch deutlich mehr. Was du dafür bekommst: professionelles Design, technische Einrichtung, SEO-Grundoptimierung und manchmal einen Wartungsvertrag. Was du nicht bekommst: Unabhängigkeit. Bei Änderungen bist du auf die Agentur angewiesen, und monatliche Wartungsverträge kosten zusätzlich 50–200 €.

Die Alternative: Investiere ein Wochenende und nutze ein fertiges Theme mit Demo-Import. Viele Themes bringen komplette Vorlagen mit, die du nur noch mit deinen Inhalten füllen musst. Die Kostenersparnis ist enorm – statt 5.000 € zahlst du vielleicht 50 € für ein Premium-Theme und 5 € im Monat fürs Hosting.

Laut einer Umfrage von Starter Story (2025) erstellen 67 % der Kleinunternehmer ihre Website selbst – bei einem durchschnittlichen Budget unter 500 €.

Häufig gestellte Fragen

Ist WordPress wirklich kostenlos?

Ja. WordPress ist Open-Source-Software unter der GPL-Lizenz. Du kannst es kostenlos herunterladen, installieren und nutzen. Kosten entstehen nur für Hosting (ab 3 €/Monat), eine Domain (ab 5 €/Jahr) und optionale Premium-Themes oder Plugins. Die Grundsoftware selbst bleibt dauerhaft gratis.

Brauche ich Programmierkenntnisse?

Nein. Der Gutenberg-Editor funktioniert per Drag-and-Drop, Themes lassen sich im Customizer visuell anpassen. HTML- oder CSS-Kenntnisse sind hilfreich für Feintuning, aber keine Voraussetzung. Rund 80 % aller WordPress-Nutzer haben keinen technischen Hintergrund.

Wie lange dauert es eine WordPress-Seite zu erstellen?

Die technische Installation dauert 15–20 Minuten. Eine einfache Website mit 5–10 Seiten ist an einem Wochenende realisierbar. Professionelle Business-Websites mit individuellem Design brauchen 2–4 Wochen, ein Online-Shop mit WooCommerce 4–8 Wochen.

Ist WordPress sicher?

Der WordPress-Core ist gut abgesichert, Sicherheitslücken werden schnell gepatcht. Die meisten Hacks passieren durch veraltete Plugins, schwache Passwörter oder billige Themes aus unseriösen Quellen. Mit regelmäßigen Updates, einem Sicherheits-Plugin und Zwei-Faktor-Authentifizierung bist du gut geschützt.

Kann ich später den Hoster wechseln?

Jederzeit. Ein WordPress-Umzug ist mit Plugins wie Duplicator oder All-in-One WP Migration in 30 Minuten erledigt. Viele Hoster bieten sogar einen kostenlosen Umzugsservice an. Achte darauf, die Domain separat zu registrieren – das macht den Wechsel später einfacher.

WordPress.com vs WordPress.org – was ist der Unterschied?

WordPress.org ist die kostenlose Open-Source-Software, die du auf eigenem Hosting installierst. Volle Kontrolle, alle Plugins, eigene Domain. WordPress.com ist ein kommerzieller Hosting-Dienst von Automattic mit eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten in den günstigen Tarifen. Für ernsthafte Projekte empfehlen wir WordPress.org mit eigenem Hosting.

Welches Theme soll ich nehmen?

Für Performance und Flexibilität: GeneratePress, Astra oder Kadence. Alle drei sind leichtgewichtig (unter 50 KB), schnell und bieten in der Gratisversion genug Funktionen. Vermeide aufgeblähte Multipurpose-Themes mit 20+ gebundelten Plugins – sie bremsen deine Seite aus.

Wie oft muss ich WordPress updaten?

WordPress-Core-Updates erscheinen circa alle 2–3 Monate, Sicherheits-Patches häufiger. Plugins und Themes solltest du mindestens wöchentlich prüfen. Aktiviere automatische Sicherheitsupdates im Dashboard unter Einstellungen – das geht seit WordPress 5.5 mit einem Klick.

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